Wie positionieren sich die Alzenauer Parteien im Wahlkampf zum Thema Umspannwerk auf dem Goldberg?

Im aktuellen Wahlkampf zur Stadtratswahl beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger in Alzenau vor allem ein Thema:
Der geplante Bau eines Umspannwerks auf dem Goldberg.
Die Bürgerinitiative Albstadt Umspannwerk hat daher die Fraktionsvorsitzenden der Alzenauer Parteien gezielt befragt. Wir haben verschiedene Stellungnahmen erhalten und stellen diese transparent zur Verfügung.

Unsere Bürgerinitiative wie auch die Lokalpolitik favorisieren die Erweiterung der bestehenden Umspannanlagen am Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg anstelle eines Neubaus in Alzenau. Das für die Planung und Errichtung zuständige Unternehmen TenneT lehnt diesen Vorschlag unter anderem aus diesen Gründen ab:
► Klumpenbildung am Standort Großkrotzenburg
► Keine ausreichenden Flächen am Standort Staudinger
► Erweiterung der Trasse zwischen Albstadt und Großkrotzenburg gegebenenfalls notwendig
In den bisherigen Diskussionen haben die Vertreter der Firma TenneT keinerlei Entgegenkommen bezüglich einer Erweiterung der Umspannanlagen in Großkrotzenburg signalisiert. Mangels rechtlicher Handhabe gegenüber TenneT sucht die Bürgerinitiative deshalb nach Alternativstandorten, die bürgerverträglicher sind als der Goldberg. Diese sollen als Alternative dienen, falls ein Bau in Alzenau nicht verhindert werden kann.
Als ein möglicher Standort haben sich die Waldflächen der Stadt Alzenau entlang der Stromtrasse herausgestellt, z.B. an der Autobahn A45 oder in der Nähe des Knotenpunkts der Stromleitungen neben dem Golfplatz Hof Trages. Diese Vorteile hätten die Standorte im Vergleich zum Goldberg:
► Umspannwerk nicht in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung
► Ackerflächen bleiben erhalten
► Eigentümer der Felder müssen nicht zur Enteignung gezwungen werden
Die Waldflächen westlich des Goldbergs, auf denen das Umspannwerk entstehen könnte, weisen aufgrund der Sandböden eine geringe Qualität auf. Da die Waldflächen durch Aufforstungen auf fruchtbareren Böden kompensiert werden können, halten wir diesen Eingriff in bestehende Waldflächen als akzeptabel, um das Umspannwerk auf dem Goldberg zu verhindern.
Wenn Sie dieser Sichtweise zustimmen, empfehlen wir Ihnen für die Stadtratswahl am 8. März die Parteien, die diesem Vorschlag zustimmen.